Rediscover zones


Idee

Daniel M. Ziegler und Andreas Steffens sind die kreativ-musikalischen Köpfe von movingsounds. Foto: Andreas Jütten

Streaming-Konzert aus der Citykirche Alter Markt Mönchengladbach

Ein weiteres Streamingkonzert von und mit Daniel M. Ziegler und Andreas Steffens. Diesmal aus der Citykirche Alter Markt Mönchengladbach. Hier gibt es die Aufzeichnung vom 17.1.2021:

Taro Kataoka und Frank Wiedemeier verantworten das movingsounds-Streaming. Foto: lightboxstudio.de

Die Arbeitsmöglichkeiten für Künstler sind bekanntermaßen zur Zeit stark eingeschränkt, auch für die beiden Multiinstrumentalisten Daniel Maurice Ziegler (Piano, electronics) und Andreas Steffens (Saxophon, electronics). Ihr Markenzeichen sind Live-Performances, bei denen sie akustische und elektronische Instrumente, Computer, Turntables, Loops und Effekte einsetzen und mit ihnen Klänge schaffen, die die Grenzen zwischen „Geräusch“ und „Musik“ sowie zwischen „komponiert“ und „improvisiert“ aufheben. Langsame Entwicklungen von Klangflächen sowie Stille sind wichtige Elemente der Klanggestaltung des Duos, das sich neben Jazz auch auf klassische Komponisten des 20. Jahrhunderts bezieht. Die Inspirationen kommen von John Cage, Karlheinz Stockhausen, Pierre Boulez und anderen. Ein Besonderheit besteht darin, dass sie die akustischen Gegebenheiten des jeweiligen Raumes mit einbeziehen. So ist jede Performance ihrer „soundscapes” einzigartig, in hohem Maße improvisiert und nicht wiederholbar.

Gemeinsam mit den Eventfotografen Frank Wiedemeier und Taro Kataoka, die sich mit dem Thema Livestreaming ein neues Arbeitsfeld erschlossen und bereits über 50 Livestreams produzierten, haben Daniel M. Ziegler und Andreas Steffens die Reihe „moving sounds” geschaffen. Für die vier heißt es nun Live-Stream statt Live-Publikum.
Ihr prototypisches Livestreaming-Konzert haben sie in den Konferenzräumen einer in Kleve ansässigen Steuerberatungsgesellschaft produziert. Die Klever Performance gelang mit zwei Tänzern als künstlerischen Gegenübern: Fernando Flores Juárez choreografierte Szenen, die er zusammen mit der Tänzerin Eva Dalhausen zu den soundscapes interpretierte. Die Bewegungen der Tanzenden inspirierten die Musiker dann wiederum zu neuen Klängen. Im November 2020 folgte ein Livestream aus der Abflughalle des Flughafen Weeze. Auch hier bezogen Musiker und Fotografen die Szenerie mit ein und schufen ein ganz eigenes Livestreaming-Erlebnis.
Am Sonntag, 17.1.2021, traten Ziegler und Steffens in der City Kirche Mönchengladbach auf. Auch hier ohne Live-Publikum, dafür aber wieder im Live-Stream.

Sowohl das Streaming-Konzert aus Weeze als auch das aus Mönchengladbach sowie weitere Konzerte werden durch das „Stipendienprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen“ gefördert. Die Performances des Duos wurden ausgewählt, um eine Reihe von vier Streaming-Konzerten an besonderen NRW-Orten zu spielen, an denen sonst keine oder selten Musik dargeboten wird.

MOVINGSOUNDSIDEE

Die beiden Multiinstrumentalisten Daniel Maurice Ziegler (Piano, electronics) und Andreas Steffens (Saxophon, electronics) benutzen in ihren Live-Performances akustische und elektronische Instrumente und setzen Computer, Turntables, Loops und Effekte ein. Sie heben mit ihren soundscapes die Grenzen zwischen „Geräusch“ und „Musik“ ebenso auf wie die zwischen „komponiert“ und „improvisiert“ und beziehen dabei die akustischen Gegebenheiten des jeweiligen Raumes mit ein. So werden die beispielsweise die klanglichen Grenzen eines Flügels starkt erweitert: Durch manuelle Präparation wie durch Aufnahme und elektronische Verfremdung.

Langsame Entwicklungen von Klangflächen sowie Stille sind wichtige Elemente der Klanggestaltung des Duos, das sich neben Jazz auch auf klassische Komponisten des 20. Jahrhunderts bezieht. Die Inspirationen kommen von John Cage, Karlheinz Stockhausen, Pierre Boulez und anderen.

Daniel M. Ziegler und Andreas Steffens spielen seit 1999 zusammen. Sie sind gemeinsam in der DMZ-Group in Sextett- und Oktett-Besetzung sowie auf CD-Produktionen zu hören. Unabhängig voneinander experimentierten sie mit elektronischen Erweiterungen ihres musikalischen Vokabulars bevor sie 2016 erstmalig als Duo arbeiteten.

Jede Performance ihrer soundscapes ist einzigartig, in hohem Maße improvisiert und nicht wiederholbar. Sie traten u.a. mit einer Bildhauerin in der Krypta unter dem Mönchengladbacher Münster auf, mit Graffitti-Künstlern in einem historischen Sanatorium und im leeren Schwimmbecken eines stillgelegten Hallenbades. 2019 arrangierten sie die Musik des Komponisten Walter Gieseler neu und führten diese anlässlich dessen 100sten Geburtstages zusammen mit der Cellistin und Sängerin Mirjam Hardenberg auf. 2020 spielten sie u.a. bei den Jailsessions in Berlin: eine Stunde lang waren sie in einer Zelle des 1901 gebauten Köpenicker Gefängnisses eingeschlossen und kreierten Sounds für einen Livestream.

Die letzte und aktuelle Perfromance gelang mit zwei Tänzern als künstlerischen Gegenübern: Fernando Flores Juárez choreografierte Szenen, die er zusammen mit der Tänzerin Eva Dalhausen zu den soundscapes interpretierte. Die Bewegungen der Tanzenden inspirierten die Musiker dann wiederum zu neuen Klängen.

19.11.2020, 19 Uhr: Streaming-Konzert am Airport Weeze

Die Arbeitsmöglichkeiten für Künstler sind bekanntermaßen zur Zeit stark eingeschränkt – trotzdem hatten Andreas Steffens und Daniel M. Ziegler am 19.11.2020 ein spannendes Konzert auf dem Spielplan. Die Musiker führten ihr Projekt „moving sounds“ als Streaming-Konzert ohne Publikum aus dem Terminal des Airport Weeze auf.

Das Streaming-Konzert aus Weeze ist das erste aus einer Reihe, die durch das „Stipendienprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft“ gefördert wird. Die Performances des Duos wurden ausgewählt, um eine Reihe von vier Streaming-Konzerten an besonderen NRW-Orten zu spielen, an denen sonst keine oder selten Musik dargeboten wird.

Mitschnitt unseres Live-Events vom 19. November 2020.

7.6.2020, 19 Uhr: moving sounds

Im ersten Moment klingt die Idee ein wenig speziell: Musik dort präsentieren, wo in der Regel keine Musik erklingt – außer aus dem Radio. Auf den zweiten Blick ist es aber mehr als reizvoll. Denn was gibt es für einen Künstler besseres, wenn er sich und seine Kunst in einem ungewohnten Umfeld präsentiert? Dabei geht es weniger um das kurzfristige Erheischen von Aufmerksamkeit. Vielmehr steht die Frage im Raum, wie Klänge in unterschiedlichen Räumen, an unterschiedlichen Orten, sowohl auf den Musiker selbst als auch auf den Zuhörer wirken. Reaktion von Musik auf den Raum in der sie ertönt erzeugt eine Gegenreaktion. Musik entwickelt sich – aus dem Raum heraus.

Die beiden Musiker Daniel M. Ziegler und Andreas Steffens arbeiten seit vielen Jahren zusammen – und sind bereits an unterschiedlichsten Orten aufgetreten. Gemeinsam mit Frank Wiedemeier und Taro Kataoka nutzen sie die vielfältigen Möglichkeiten des Livestreamings, um interessierten Zuschauerinnen und Zuschauern mit ihren mitunter experimentellen Klängen ein neues Hörerlebnis zu geben.

Dass ihre Musik dabei auch hervorragend mit Tanz verbunden werden kann, zeigten sie im Juni 2020 im Rahmen eines Livestreams aus den Räumen der NeD Tax Deutschland Steuerberatungsgesellschaft, Kleve.

Gemeinsam mit Eva Dalhausen (Tanz) und Fernando Flores Juarez (Choreographie, Tanz) schufen sie im Konferenzraum der Steuerberatungsgesellschaft eine besondere Interpretation der “moving sounds”.

Die beiden Musiker Daniel M. Ziegler und Andreas Steffens arbeiten seit vielen Jahren zusammen – und sind bereits an unterschiedlichsten Orten aufgetreten. Gemeinsam mit Frank Wiedemeier und Taro Kataoka nutzen sie die vielfältigen Möglichkeiten des Livestreamings, um interessierten Zuschauerinnen und Zuschauern mit ihren mitunter experimentellen Klängen ein neues Hörerlebnis zu geben.

Dass ihre Musik dabei auch hervorragend mit Tanz verbunden werden kann, zeigten sie im Juni 2020 im Rahmen eines Livestreams aus den Räumen der NeD Tax Deutschland Steuerberatungsgesellschaft, Kleve.

Gemeinsam mit Eva Dalhausen (Tanz) und Fernando Flores Juarez (Choreographie, Tanz) schufen sie im Konferenzraum der Steuerberatungsgesellschaft eine besondere Interpretation der “moving sounds”.

MOVINGSOUNDSSTREAM

Frank Wiedemeier und Taro Kataoka arbeiten seit vielen Jahren als Fotografen-Team zusammen. Im Frühjahr 2020 haben sie das Thema Livestreaming in ihr gemeinsames Portfolio übernommen und mittlerweile über 50 Livestreams, einige davon als hybride Events oder reine Remote-Produktionen, realisiert.

Je nach Aufgabenstellung verknüpfen sie unterschiedlichste Hard- und Software miteinander und stellen so den optimalen Produktionsweg zusammen.

Die Zusammenarbeit mit Daniel Ziegler und Andreas Steffens begann mit einer Performance im Sommer 2020 im Hause der Klever Steuerberatungsgesellschaft NeDTax.

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