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IdeeStream

Daniel M. Ziegler und Andreas Steffens sind die kreativ-musikalischen Köpfe von movingsounds. Foto: Andreas Jütten

Mitschnitt unseres Live-Events vom 19. November 2020.

19.11.2020, 19 Uhr: Streaming-Konzert am Airport Weeze

Die Arbeitsmöglichkeiten für Künstler sind bekanntermaßen zur Zeit stark eingeschränkt – trotzdem hatten Andreas Steffens und Daniel M. Ziegler am 19.11.2020 ein spannendes Konzert auf dem Spielplan. Die Musiker führten ihr Projekt „moving sounds“ als Streaming-Konzert ohne Publikum aus dem Terminal des Airport Weeze auf.

Das Streaming-Konzert aus Weeze ist das erste aus einer Reihe, die durch das „Stipendienprogramm des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft“ gefördert wird. Die Performances des Duos wurden ausgewählt, um eine Reihe von vier Streaming-Konzerten an besonderen NRW-Orten zu spielen, an denen sonst keine oder selten Musik dargeboten wird.

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Die beiden Multiinstrumentalisten Daniel Maurice Ziegler (Piano, electronics) und Andreas Steffens (Saxophon, electronics) benutzen in ihren Live-Performances akustische und elektronische Instrumente und setzen Computer, Turntables, Loops und Effekte ein. Sie heben mit ihren soundscapes die Grenzen zwischen „Geräusch“ und „Musik“ ebenso auf wie die zwischen „komponiert“ und „improvisiert“ und beziehen dabei die akustischen Gegebenheiten des jeweiligen Raumes mit ein. So werden die beispielsweise die klanglichen Grenzen eines Flügels starkt erweitert: Durch manuelle Präparation wie durch Aufnahme und elektronische Verfremdung.

Langsame Entwicklungen von Klangflächen sowie Stille sind wichtige Elemente der Klanggestaltung des Duos, das sich neben Jazz auch auf klassische Komponisten des 20. Jahrhunderts bezieht. Die Inspirationen kommen von John Cage, Karlheinz Stockhausen, Pierre Boulez und anderen.

Daniel M. Ziegler und Andreas Steffens spielen seit 1999 zusammen. Sie sind gemeinsam in der DMZ-Group in Sextett- und Oktett-Besetzung sowie auf CD-Produktionen zu hören. Unabhängig voneinander experimentierten sie mit elektronischen Erweiterungen ihres musikalischen Vokabulars bevor sie 2016 erstmalig als Duo arbeiteten.

Jede Performance ihrer soundscapes ist einzigartig, in hohem Maße improvisiert und nicht wiederholbar. Sie traten u.a. mit einer Bildhauerin in der Krypta unter dem Mönchengladbacher Münster auf, mit Graffitti-Künstlern in einem historischen Sanatorium und im leeren Schwimmbecken eines stillgelegten Hallenbades. 2019 arrangierten sie die Musik des Komponisten Walter Gieseler neu und führten diese anlässlich dessen 100sten Geburtstages zusammen mit der Cellistin und Sängerin Mirjam Hardenberg auf. 2020 spielten sie u.a. bei den Jailsessions in Berlin: eine Stunde lang waren sie in einer Zelle des 1901 gebauten Köpenicker Gefängnisses eingeschlossen und kreierten Sounds für einen Livestream.

Die letzte und aktuelle Perfromance gelang mit zwei Tänzern als künstlerischen Gegenübern: Fernando Flores Juárez choreografierte Szenen, die er zusammen mit der Tänzerin Eva Dalhausen zu den soundscapes interpretierte. Die Bewegungen der Tanzenden inspirierten die Musiker dann wiederum zu neuen Klängen.

Taro Kataoka und Frank Wiedemeier verantworten das movingsounds-Streaming

MOVINGSOUNDSSTREAM

Frank Wiedemeier und Taro Kataoka arbeiten seit vielen Jahren als Fotografen-Team zusammen. Im Frühjahr 2020 haben sie das Thema Livestreaming in ihr gemeinsames Portfolio übernommen und mittlerweile über 30 Livestreams, einige davon als hybride Events oder reine Remote-Produktionen, realisiert.

Je nach Aufgabenstellung verknüpfen sie unterschiedlichste Hard- und Software miteinander und stellen so den optimalen Produktionsweg zusammen.

Die Zusammenarbeit mit Daniel Ziegler und Andreas Steffens begann mit einer Performance im Sommer 2020 im Hause der Klever Steuerberatungsgesellschaft NeDTax.

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